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H3R HEUBEDAMPFER

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Was passiert jetzt eigentlich genau beim Heubedampfen?

Gerade wenn Pferde trockenes Heu fressen, reagieren sie schnell auf Sporen und Schimmelpilze im Heu, aber auch Staub reizt häufig dein Pferd zum Husten.


Wird das Heu nun erhitzt so können Pilze, Sporen, Bakterien und Viren aufgrund der hohen Temperatur von 100°C weitestgehend abgetötet werden. Das Erhitzen erfolgt am einfachsten und vor allem auch am sichersten mit Wasserdampf. Dieser verteilt sich gleichmäßig im Heubedampfer und dringt tief ins Heu ein.

 

Die Nährstoffe im Heu bleiben dabei fast vollständig erhalten.

 

Durch die Feuchtigkeit wird außerdem feiner Staub gebunden und reizt beim Fressen später die Atemwege nicht. Außerdem nimmt dein Pferd somit über das Heu deutlich mehr Flüssigkeit zu sich, was die Verdauung wesentlich verbessert.

 

Beachten musst du nur das bedampfte Heu am besten innerhalb von 24h zu verfüttern, da sich dann neue
Keime und Errege
r bilden können.

Podcast:

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Equines Asthma:

Equines Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die bei Pferden auftritt. Sie ähnelt dem Asthma beim Menschen und führt dazu, dass das Pferd deutliche Atembeschwerden bekommt und dadurch die Sauerstoffsättigung im Blut vermindert ist.


Die Symptome von Equinem Asthma gehen von Kurzatmigkeit, Husten, über Auswurfproduktion bis hin zur akuten Atemnot. Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht, die häufigsten Auslöser sind jedoch Umweltfaktoren wie Staub und Schimmel und allergische Reaktionen.

 

Die Behandlung hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In milden Fällen genügt häufig schon eine strikte Veränderung der Haltungsbedingungen, um die Belastung der Lunge durch z.B. Staub deutlich zu reduzieren. Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, kann es erforderlich sein, dass das Pferd medikamentös behandelt werden muss.


Deshalb ist es wichtig, dass Equines Asthma frühzeitig erkannt und behandelt wird, um schwerwiegendere Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Pferdebesitzer sollten auf Anzeichen von Atembeschwerden bei Pferden achten und zeitnah den Tierarzt verständigen. Durch regelmäßige veterinärmedizinische Untersuchungen und eine sorgfältige Überwachung der Gesundheit ihres Pferdes können Pferdebesitzer dazu beitragen, dass Equines Asthma frühzeitig erkannt und behandelt wird.

 

Equines Asthma wird in der Regel durch eine Kombination von Anamnese, körperlicher Untersuchung und Labortests diagnostiziert. Der Tierarzt wird Fragen zu den Symptomen des Pferdes stellen und sich das Pferd gründlich ansehen, um Anzeichen von Atembeschwerden zu erkennen. Verhärtet sich dadurch der Verdacht, dass Equines Asthma vorliegt, wird der Tierarzt zu einer Bronchoskopie in Verbindung mit einer Blutgasanalyse und einer BAL/TBS raten. Dadurch kann der Tierarzt eine gesicherte Diagnose stellen und eine Behandlung vorschlagen, die den Bedürfnissen des Pferdes entspricht.

 

Ein wichtiger Bestandteil in der Behandlung von Equinem Asthma ist eine entsprechend angepasste, staubarme Fütterung. In Absprache mit dem Tierarzt kann das Futter des Pferdes analysiert und auf dessen Bedürfnisse angepasst werden. So kann beispielsweise ein Mangel an Zink und Selen die Erkrankung verstärken. Jedes Pferd sollte individuell betrachtet werden, sodass man über Zusatzfutter keine generelle Empfehlung geben kann und sollte.

 

Außerdem wird der Tierarzt dann auch Empfehlungen über die Fütterung von Heu, welches das Grundfutter für die Pferde darstellt, aussprechen. Er kann z.B. empfehlen das Heu zu wässern oder zu bedampfen.

Studie zur Pferdenahrung: Warum bedampftes Heu zu Proteinmangel führen kann

Nummer 156/2022 vom 28. November 2022
Mit heißem Wasserdampf behandeltes Heu ist für Pferde zwar sicherer, liefert ihnen aber weniger Proteine. Das Pferdefutter wird mit Dampf behandelt, um es von potenziell schädlichen Mikroorganismen zu befreien und Partikel zu binden, die sonst eingeatmet werden könnten. Wie ein Team der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) herausfand, läuft dadurch jedoch auch eine chemische Reaktion ab, bei der die Proteine im Heu geschädigt werden. Dadurch werden sie für Pferde schwerer verdaulich. Das kann bei den Tieren zu Mangelerscheinungen führen und zum Beispiel das Wachstum oder den Muskelaufbau beeinträchtigen. Über die Arbeit berichtet das Team im Fachjournal "Animals".

 

Heu wird mit heißem Wasserdampf auf bis zu 100 Grad Celsius erhitzt, um schädliche Mikroorganismen abzutöten sowie Pilzsporen und Staub an das Heu zu binden. "Viele Pferde leiden unter Lungenproblemen wie Asthma. Durch die Bedampfung ist das Heu quasi frei von lebenden Mikroorganismen und Partikeln, die beim Fressen eingeatmet werden und in der Lunge Schaden anrichten können. Damit ist es theoretisch ein sehr gutes Futter", sagt Prof. Dr. Annette Zeyner vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU.

Allerdings fand ihr Team heraus, dass die Behandlung auch Nachteile hat: Durch den Wasserdampf werden die Proteine im Heu beschädigt. "Ein Großteil der Proteine und darin enthaltenen, wichtigen Aminosäuren kann dann nicht mehr im Dünndarm verdaut werden, geht dem Pferd also durch die Behandlung verloren. Einzelne dieser Proteinbestandteile sind für Pferde aber essenziell und sie können auch nicht über den Dickdarm aufgenommen werden", so Zeyner weiter. Um das zu zeigen, untersuchten die Forschenden verschiedene Heuproben. Im bedampften Pferdefutter fanden sie vermehrt Produkte, die bei der sogenannten Maillard- Reaktion entstehen und auf eine Schädigung der im Heu befindlichen Proteine hindeuten. Dabei handelt es sich um eine Reaktion, die auch während des Kochens, Backens oder Bratens von Lebensmitteln abläuft und für die Bräunung oder die Entfaltung von Aromastoffen verantwortlich ist. "Proteine bestehen aus Aminosäuren. Durch die Bedampfung werden diese geschädigt und bilden neue Komplexe mit Zuckern im Heu", sagt die Erst-Autorin der Studie Caroline Pisch von der MLU. Das mache sie für Pferde nur schwer verdaulich. Durch die Behandlung reduzierte sich den Analysen der Forschenden zufolge der Anteil an für den Dünndarm verfügbarem Protein um fast die Hälfte.
So kann es laut Zeyner zu einer Unterversorgung mit Proteinen kommen, die zum Beispiel für heranwachsende Pferde oder säugende Stuten problematisch ist: Junge Pferde benötigen Proteine für ihr Wachstum, Stuten für die Milchproduktion. Erschwerend komme hinzu, dass ein Proteinmangel sehr unspezifische Symptome bei den betroffenen Tieren hervorruft: Dazu gehören etwa ein gestörter Muskelaufbau und ein stumpfes oder struppiges Haarkleid mit sogenannten Hungerhaaren - vereinzelte, lange Haare im Pferdefell. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, könnten Pferdehalterinnen und -halter die Nahrung der Tiere zum Beispiel mit proteinreichem Futter wie Bierhefe und Sojaschrot oder aber hochwertigen proteinreichen Ergänzungsmitteln für Pferde anreichern.


Studie: Pisch C. et al. Effect of Hay Steaming on the Estimated Precaecal Digestibility of Crude Protein and Selected Amino Acids in Horses. Animals(2022).
doi: 10.3390/ani12223092

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